Birchermüsli-Scones nach Cynthia Barcomi mit minzigem Iced-Coffee

Irgendwie gab es in letzter Zeit selten Rezepte, die mich richtig umgehauen haben. Deshalb küsste mich auch nicht unbedingt die Muse, diese hier niederzuschreiben. Heute war es allerdings wieder soweit. Ich weiß allerdings nicht genau, ob es am Rezept an sich lag oder an der Tatsache, dass ich gleich nach dem Aufstehen (auch nach langer Zeit) laufen war, die Sonne vom Himmel lachte und ich mich danach total aufs Balkon-Sonntagsfrühstück freute.

Iced-Coffee mit Minzsirup
Der Knaller ist der cold brewed coffee, bei dem der Kaffee mit kaltem Wasser angesetzt wird und dann am besten über Nacht ziehen muss. Das Rezept fand ich hier.
Eine tolle und hilfreiche Übersicht zur Umrechnung der amerikanischen Mengenangaben findet man bei kochtrotz.

Birchermüsli-Scones (aus der Lecker Bakery 3/13, leicht abgewandelt)
ergibt ca. 8 große oder 12 – 16 kleine Scones

1 Apfel
70 g Müsli mit Trockenfrüchten (bei mir Frühstücksmüsli von Seitenbacher)
30 g geröstete Haselnüsse, halbiert
85 ml kalte Buttermilch
1 Ei
250 g + etwas Mehl
50 g Vollrohrzucker (oder Muscovado)
2 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Ur-Steinsalz
125 g kalte Butter in Würfeln

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Müsli und Haselnüssen vermischen.

Kalte Buttermilch mit dem Ei verquirlen. Mehl mit Zucker, Salz, Backpulver und Natron mischen. Die kalte Butter zur Mehlmischung geben und mit den Fingern rasch grobkrümelig verreiben. Nun die Buttermilch-Ei-Mischung zugeben und kurz verrühren. Apfel-Müsli-Mischung untermengen und sehr flink arbeiten, so dass gerade so ein Teig entsteht.

Die Teigmasse auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem ca. 2 cm hohen Rechteck (ca. 10 x 25 cm) formen. Den Teig in 8 gleich große Stücke teilen, auf das Backblech setzen und im Ofen für ca. 15 min backen bis die Scones leicht gebräunt sind. Ca. 10 min abkühlen lassen und losfuttern.

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Schwarzer Sesamkuchen

Schwarzer Sesamkuchen… Klingt erstmal unheimlich gewöhnungsbedürftig, irgendwie gesund und überhaupt nicht yummy. Denkste! Dem lieben Gott sei Dank, dass ich so experimentierfreudig bin. Der Kuchen ist extremst yummy yummy, richtig schwarz wie meine Seele und das allein durch den Sesam. Obendrein kommt er noch vegan daher. Ja ja, das volle Hipster-Öko-Programm. Mir aber egal, denn es hat ziemlich dolle gemundet, was auch meine Eltern bestätigt haben (keine Hipster, etwas Öko), die mir heute einen Kaffeebesuch abgestattet haben. Das Rezept stammt übrigens vom tollen Blog Kochtrotz.

Man nehme (für eine Springform mit 12 bis 14 cm Durchmesser, 20 cm gehen auch, dann wird er aber nicht so hoch):

Für den Teig…
150 g schwarzer Sesam
280 ml Pflanzenmilch
80 g Tahin
75 g Dinkelmehl Typ 630
100 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
1/2 Pck. Weinsteinbackpulver
50 ml Rapsöl
70 g Rohrohrzucker

Für das Topping:
1/4 der Sesammasse
50 g vegane Schokolade 60%
1 TL Espressopulver
2 TL Honig

Milch und Sesam aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Den Zucker und Tahin unterrühren und die Masse 15 Minuten abkühlen lassen.

Mehl, das Backpulver, gemahlene Mandeln und Salz in einer Schüssel vermischen. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.

Nun das Sesam-Milch-Gemisch pürieren. 1/4 der Masse für das Topping beiseite stellen.

Den Rest der Sesammasse zum Mehlgemisch geben, das Öl zufügen und alles mit einem Löffel gut vermengen. Der Teig ist recht kompakt. Sollte er zu fest sein, etwas Pflanzenmilch zugeben. Den Teig nun in die Form geben und glattstreichen.

Für 35 – 40 Minuten bei 175 Grad backen. Anschließend abkühlen lassen.

Die Schokolade auf dem Wasserbad schmelzen. Die Sesammasse, Espressopulver und Honig unterrühren und auf dem Kuchen verteilen.

Tortilla-Pizza mit grünem Spargel

Hiermit erkläre ich meine persönliche Spargel-Saison als eröffnet! Muss mich jedoch kurz schämen, da ich auf griechischen Spargel zurückgegriffen habe, aber den grünen bieten die hiesigen Felder leider noch nicht und das Rezept aus der aktuellen Living at home verlangte doch nun mal nach der farbigen Variante.

Diese kunterbunten Dinger sind übrigens für mich das, was ich Soul-Food nenne: Sie sehen wunderhübsch aus, das Beschmieren und Belegen der Teigfladen, hat auch was Meditatives und am Ende schmecken sie auch noch sensationell gut!

Man nehme (für 8 kleine Pizzen oder 4 Personen):
3 bis 4 Frühlingszwiebeln
1 Biolimette
500 g grüner Spargel
1 mittlere rote Zwiebel
8 Weizentortillas
8 TL Mango-Chutney
4 TL Sambal Oelek
250 g gemischtes Hackfleisch
Salz
1 Beutel geriebener Cheddar à 200 g
1 reife Avodaco
frischer Koriander

Frühlingszwiebeln putzen und das Weiße und Hellgrüne in dünne Ringe schneiden. Koriander waschen und trocken tupfen. Die Schale der Limette fein abreiben und ca. 1 EL Saft auspressen.

Den Backofen auf ca. 200 °C vorheizen. Unteres Drittel des Spargels schälen und die holzigen Enden abschneiden. Den Spargel längs in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

Die Tortilla-Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit je 1 TL Mango-Chutney und 1/2 TL Sambal Oelek bestreichen. Zwiebelringe darauf verteilen und das Hackfleisch darüber krümeln. Nun den Spargel auf die Fladen legen und salzen. Mit dem Cheddar bestreuen und ca. 8 bis 10 Minuten nacheinander im Ofen backen (bei mir passten immer 2 Fladen auf ein Backblech).

In der Zwischenzeit die Avocado teilen, Kern entfernen, das Fruchtfleisch herauslösen und mit einer Gabel zu einem Brei zerdrücken. Limettenschale und -saft zugeben, mit Salz abschmecken.

Die fertigen Pizzen mit Frühlingszwiebelringen und Korianderblättern belegen und mit dem Avocadomus servieren.

Rote-Bete-Aufstrich mit Aprikosen

Dass mir Rote Bete ans Herz gewachsen ist, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Eigentlich erstaunlich, welch quietschig-pinken Gerichte aus einer anfangs eher rustikalen, mit Erde verkrusteten Knolle entstehen. Hätte ich einen Garten, die Rote Bete würde einen besonderen Platz bekommen :) Da ich letzten Sonntag zum Stullen-Sonntag erklärte, brauchte ich natürlich ein buntes Potpourri für drauf. Die Wahl hätte schon optisch nicht besser ausfallen können.

Man nehme (für ca. 250 g):
100 g vorgegarte Rote Bete
1 Aprikose, geschält oder 50 g getrocknete
50 g Feta
4 EL gemahlene Mandeln
je 2 EL Himbeeressig, Orangen- und Zitronensaft
Salz
1/2 bis 1 TL Harissa

Zunächst die Rote Bete, Aprikose(n) und Feta würfeln. Alles in einen hohen Rührbecher geben und mit den Mandeln, Essig, Orangen- und Zitronensaft fein pürieren. Zum Schluss mit Salz und Harissa abschmecken.

Mein Tipp:
Ich würde den Aufstrich noch einmal mit Wallnüssen oder Haselnüssen, die ich nach dem Mahlen anröste, testen. Der Himbeeressig war mir auch etwas zu streng in der Säure. Ich denke, auf diesen könnte man auch verzichten und zusätzlich die Menge an getrockneten Aprikosen reduzieren.

Auf der Stulle landete zusätzlich noch Stremel-Lachs mit Pfeffer. Eine hervorragende Kombination!

Schneller Erbsenaufstrich

Irgendwie hat sich hier länger nichts getan, aber irgendwie ist das auch in Ordnung. Soll ja keine Pflichtveranstaltung werden. Aber gelinde gesagt, fehlte mir auch etwas Zeit und Muse. Ich glaube, langsam kehrt aber wieder etwas Entschleunigung zurück bzw. habe ich mir das für diese Woche selbst verordnet. Also nicht ins Fitness-Studio rennen. Stattdessen entspannt Yoga zu Hause und etwas mehr Zeit für mich und ja, vielleicht auch für diese Rezeptsammlung. Fangen wir also mit einem ganz einfachen und ganz schnellen Rezept an.

Man nehme (für ca. 250 g):
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
200 g TK Erbsen
2 EL Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
etwas Zitronensaft
Basilikum
Salz und Pfeffer

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Zusammen in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Jetzt die TK Erbsen und Gemüsebrühe zugeben und alles bei geschlossenem Deckel 4 bis 5 Minuten dünsten.

Die Erbsen zusammen mit dem restlichen Olivenöl, Zitronensaft und frischem Basilikum in einem hohen Rührbecher fein pürrieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mein Tipp:
Schmeckt besonders gut auf Vollkornbrot belegt mit hartgekochtem Ei oder auch Gurkenscheiben.