Orientalisches Auberginen-Ragout mit Naan aus der Pfanne

Montag, der eigentlich blödeste Tag der Woche. Ich komme gerade vom Sport, gönne mir noch ein Schlückchen Rotwein von unseren italienischen Nachbarn und erinnere mich mit Freude an das gestrige Abendessen zurück. Die Living at Home warb neulich auf Facebook mit Rezepten aus dem Orient und beim Lesen kribbelte mir es bereits in den Fingern und auf der Zunge. Deshalb wurde der Sonntag von einem Auberginen-Ragout mit Datteln und Kichererbsen gekrönt. Und ich muss sagen, es war so unglaublich lecker! Obwohl ich im ersten Moment dachte, es sei mir zu scharf geraten. Nix da. Es wärmte so herrlich von innen und das selbst gemachte Naan-Brot, dass so buttrig kross war, wurde zum Tüpfelchen auf dem „i“.

Man nehme:
Für das Naan-Brot…
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Salz
30 g Vollmilch-Joghurt
wenn man mag: frischer Koriander, Kümmel, Knoblauch
etwas Butter oder Butterschmalz

Für das Auberginen-Ragout…
750 g Auberginen
Salz und schwarzer Pfeffer
2 rote Zwiebeln
2 – 3 Knoblauchzehen
125 g getrocknete Datteln
5 – 6 EL Olivenöl
500 ml Gemüsebrühe
400 g Tomaten aus der Dose (in Stücken)
400 g Kichererbsen
2 TL Kreuzkümmelsamen (habe alternativ 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel verwendet)
2 TL Koriandersamen
2 – 4 TL Harissa (für meinen Geschmack sind 2,5 TL absolut ausreichend)
1 EL Granatapfelsirup (Grenadine – hatte ich auch nicht im Haus, habe Limettensirup verwendet)
2 Lorbeerblätter
1 Zimtstange
1/2 Granatapfel
50 g Pistazienkerne (geröstet und gesalzen)
4 – 5 Stiele Koriander (habe ich leider nicht bekommen, ging auch ohne)

Für das Naan zunächst Mehl, Backpulver und Salz mischen, 30 g Joghurt hinzufügen und nach und nach mit den Knethaken des Handrührgerätes 125 ml lauwarmes Wasser einarbeiten, bis ein weicher Teig entsteht. Am Schluss am besten mit den Händen kneten. Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Nun die Auberginen waschen, putzen, längs vierteln und quer in 1 cm dicke Scheiben schneiden. In ein großes Sieb geben, mit 2 TL Salz bestreuen und einige Minuten Wasser ziehen lassen. Die roten Zwiebeln und Knoblauch pellen. Zwiebeln in Spalten schneiden, den Knoblauch fein würfeln. Die Datteln eventuell entkernen und klein würfeln.

Die Kerne aus dem Granatapfel herauslösen. Pistazienkerne aus den Schalen lösen und grob hacken. Koriander waschen, trocken tupfen und die Blättchen von den Stielen zupfen. Kreuzkümmel und Korianderkörner im Mörser grob zerstoßen.

Die Auberginen kalt abbrausen und mit Küchenkrepp gut trocken tupfen. 4 EL Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln und Auberginen darin bei mittlerer Hitze ca. 6 Minuten kräftig anbraten, bis sie etwas gebräunt sind, dann den Knoblauch zugeben und weitere 2 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gemüsebrühe und Tomaten hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Inzwischen Kichererbsen in ein Sieb gießen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Die Gewürze, Kichererbsen, Datteln, Harissa, Sirup, Lorbeerblätter und Zimt zu den Auberginen geben. 10 – 15 Minuten im leicht geöffneten Topf schmoren, dabei ab und zu umrühren.

Für das Naan-Brot den Teig in 6 gleichgroße Stücke teilen und zu Kugeln formen. Jede Kugel auf einer bemehlten Arbeitsfläche oval (ca. 14 x 8 cm) ausrollen. Die Fladen leicht mit zerlassener Butter bestreichen, wahlweise Korianderblättchen, Kümmel oder Knoblauchscheiben fest in den Teig drücken. Eine große Pfanne stark erhitzen und die Naan-Fladen portionsweise hineingeben. Fladen ca. 1 Minute von jeder Seite backen und zwar so lange, bis der Teig leicht Blasen schlägt und mit braunen Flecken übersät ist. Auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen. Wenn man nicht ganz so viel Gas geben will, reicht es auch aus, wenn man die Fladen einfach in etwas Butter oder besser noch Butterschmalz bäckt. Dann muss man sie auch vorher nicht mit Butter bestreichen.

Wenn das Ragout genug geschmort hat, die Zimtstange sowie Lorbeerblätter entfernen und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Ragout auf Tellern verteilen und mit Granatapfelkernen, Pistazien und Koriander bestreut servieren.

Mein Tipp:
Naan kann man super am nächsten Tag noch in Alufolie im Backofen bei 200 °C ca. 10 min erwärmen. Dann noch einmal bei geöffneter Folie 2 – 3 min schwitzen lassen.

 

 

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