Buttermilchbrot mit Haferflocken

Dass ich ein Fan vom Blog GourmetGuerilla geworden bin, ist ja kein Geheimnis mehr. Da warten wohl noch einige Schätze, die es auszuprobieren gilt. Am heutigen Sonntag musste es natürlich ein frisches Frühstücksbrot sein. Ganz wichtig dabei: Es darf auf keinen Fall lange dauern, denn es ist Wochenende, es ist Sonntag, am Tag des Herrn wird nicht in der Küche geschuftet! Wenn das Rezept dann mit „easy-peasy“, „20 Minuten“, „erschreckend einfach“, „köstlich“ wirbt, hab ich mich in null-komma-nix in die Schürze geschwungen und dem Backofen eingeheizt. Das Original-Rezept gibts hier.

Man nehme:
80 g Haferflocken
250 g Mehl
5 g Salz
1/2 Pck. Weinsteinbackpulver
250 ml Buttermilch
1 EL Honig

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Alle trockenen Zutaten vermischen. Buttermilch und Honig verrühren und zum Mehl-Flocken-Gemisch geben. Ca. 2 Minuten mit den Knethaken des Handrührgerätes vermengen. Danach noch einmal kurz mit den Händen verkneten.

Den Teig teilen, zwei runde Laibe formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Mit einem scharfen Messer die Laibe kreuzartig einschneiden und mit einigen Haferflocken bestreuen.

Das Brot ca. 20 Minuten im Ofen backen. Unter einem leicht feuchten Küchentuch abkühlen lassen. Aber natürlich nicht vollständig. Nichts geht über ofenwarmes Brot :)

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Vollkornbrot, schnell und saftig!

Nachdem ich einmal eine Unterhaltung mit einer Mitarbeiterin eines Bäckereigroßhandels hatte, die erzählte, dass wohl fast alle Teiglinge aus China kommen, meide ich weitestgehend Bäckerketten und SB-Bäckereien sowieso. Ich mag diese Industrie einfach nicht unterstützen und werde auch nie nachvollziehen können, warum man Brötchen aus China einfliegen lässt. Nicht zu wissen, was in Convenience-Produkten steckt, kann mich niemals genüsslich in solch ein Brötchen beißen lassen. Ich bin deshalb vor einiger Zeit dazu übergegangen, meine Brötchen selbst zu backen. An Brot wage ich mich ab und an. Lange Warte- und Ruhezeiten mag ich dabei nicht so, weshalb ich mich immer voller Elan auf einfache und schnelle Rezepte stürze. So wie dieses hier, bei dem man nicht mal den Ofen vorheizen muss!

Man nehme: 
500 g Dinkelvollkornmehl
150 g Körner nach Wahl (z. B. Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Kürbiskerne)
1 Würfel frische Hefe
500 ml lauwarmes Wasser
2 TL Salz
2 EL Essig

Die Hefe in das Wasser geben und darin auflösen. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen, nun das Hefewasser und Essig zugeben und alles mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem einheitlichen Teig verarbeiten. Dieser wird eher zähflüssig.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben. Ich hatte eine quadratische (20 x 20 cm), ansonsten eignet sich eine Kastenform.

Nun die Form in den kalten Backofen stellen und bei 200°C ca. eine Stunde backen.

Flammkuchen mit Fenchel und Salami

Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, habe ich meist den größten Hunger, den man sich vorstellen kann und deshalb wirklich kaum Geduld aufwändig zu kochen. Dieses Rezept ist deshalb perfekt geeignet, wenn es mal schnell gehen muss. Sehr schnell. Alles in allem habe ich heute mit Backzeit ca. 45 min gebraucht. Also, Haustür zu, Schuhe aus und los geht’s.

Man nehme:
Für den Teig…
220 g Mehl (ich habe Dinkelmehl Typ 630 genommen)
3 EL Olivenöl
1 Eigelb
1/2 TL Salz
100 ml Wasser

Für den Belag…
2 mittelgroße Fenchelknollen
150 g Salami in dünnen Scheiben (z. B. ungarische, die Hälfte reicht allerdings auch)
ca. 1 EL Fenchelsamen
ca. 100 g Frischkäse (ich habe lactosefreien genommen)
Salz, Pfeffer

Für den Teig Mehl, 2 EL Olivenöl, Eigelb, Salz und Wasser mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen und in eine Schüssel legen. Ca. 1 EL Olivenöl über die Teigkugel träufeln und mit den Händen auf der Kugel verteilen. Abgedeckt ca. 30 min ruhen lassen.

Den Backofen auf 225 °C vorheizen.

In der Zwischenzeit den Fenchel waschen, den Strunk entfernen und fein hobeln. Die Fenchelsamen zermörsern und zum Fenchel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles etwas durchkneten.

Ein Backblech mit ein wenig Butter einfetten. Den Teig mit etwas Mehl auf dem Blech sehr dünn ausrollen. Ich habe am Ende einfach die Hände genommen und den Teig noch dünner auf dem Blech flachgedrückt bis fast das ganze Blech ausgefüllt war.

Nun den Frischkäse auf den Teig streichen, erst den gehobelten Fenchel und dann die Salamischeiben darauf verteilen. Die Salamischeiben sollten am besten oben auf liegen, dann werden Sie beim Backen wunderbar kross. Für ca. 15 min im Ofen backen bis der Rand des Teiges schön goldbraun und knusprig ist. Rotwein entkorken. Feierabend!

Mein Tipp:
Wenn man mag, kann man das Grün des Fenchels groß hacken und nach dem Backen auf dem Flammkuchen verteilen.

 

Honigkuchen vom Blech

Wann kommen ambitionierte Bäckerinnen vollstens auf ihre Kosten. Ganz genau: zur Weihnachtszeit! Wochen vorher durchstöbere ich Internet und Magazine nach neuen Rezepten. Dieses hier ist eines meiner liebsten und muss jedes Jahr zur Adventszeit gebacken werden. Man sollte nur die ganze Zuckermenge überlesen und einfach losbacken! Gefunden übrigens auf lecker.de

Man nehme:
400 g klarer Honig
100 g dunkler Zuckerrüben-Sirup
200 g Butter oder Margarine
4 Eier (Größe M)
225 g Krümel-Kandis
50 g brauner Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
750 g Mehl (statt Weizenmehl funktioniert hier auch Dinkelmehl Typ 405 oder 630)
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen (20 g) Lebkuchengewürz
400 g weiße Kuvertüre (ich nehme nur 1 Päckchen à 150 g)
1 Würfel (25 g) Kokosfett
50 g Zartbitter-Kuvertüre
Getrocknete Kirschen oder Cranberries und Pistazien zum Verzieren

Zunächst Honig, Sirup und Butter in einem Topf langsam schmelzen und lauwarm abkühlen lassen. Jetzt die Eier, Krümel-Kandis, Zucker und Vanillin-Zucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts dick-schaumig aufschlagen und die lauwarme Honigmasse unterrühren. Mehl, Backpulver und Lebkuchengewürz mischen. Die Mehlmischung nach und nach unter die Eiermischung rühren.

Die Fettpfanne des Backofens einfetten. Den Teig auf das Blech geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C 25-35 Minuten backen, danach auskühlen lassen.

Nun die weiße Kuvertüre hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen. Das sollte unbedingt bei einer mittleren Temperatur und ganz langsam erfolgen, weil weiße Kuvertüre es nicht heiß mag und dann bröselig werden kann. Das Kokosfett schmelzen und vorsichtig unter die Kuvertüre rühren bis sich alles verbunden hat. Die Kuvertüre auf den Kuchen gießen und glatt streichen. Jetzt darf beherzt mit Pistazien und Kirschen/Cranberries dekoriert werden. Den Kuchen im Anschluss an einem kühlen Ort trocknen lassen. Für die Schoko-Deko Zartbitter-Kuvertüre hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen. In einen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Spitze abschneiden. Mit der Schokolade nun Bäumchen, Kugeln oder Sterne auf den Kuchen „malen“ und erneut trocknen lassen.

Mein Tipp:
Weil ich Lebkuchen sehr gern fruchtig mag, mische ich unter den Teig zusätzlich in Rum eingelegte Rosinen (ca. 100 g) und ein Päckchen Orangeat. Das macht das Ganze noch weihnachtlicher.

Vollkornbrötchen mit Quark

Wenn man gern auf Hefe verzichten möchte, sind diese Brötchen eine hervorragende Alternative. Und gar nicht kuchenartig, wie man im ersten Moment vermuten könnte. Das Rezept fand ich auf chefkoch.de

Man nehme: 
500 g Magerquark
2 Eier
500 g Vollkornmehl (am liebsten Dinkel oder Weizen, Roggen klebt immer unheimlich an den Händen)
1 Pck. Backpulver
2 gestrichene TL Salz

Zunächst Quark und Eier verrühren. Mehl mit Salz und Backpulver mischen und auf die Quarkmasse geben. Mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Am Ende am besten die Hände zum Kneten verwenden. Dann ca. 10 kleine Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

Und jetzt ganz wichtig: Die Brötchen in den ungeheizten Backofen geben. Bei 220 °C ca. 20 min backen bis sie goldbraun sind und am allerbesten warm servieren!

Mein Tipp:
Die Brötchen lassen sich super einfrieren. Einfach nach dem Auftauen auf den Toaster geben oder nochmal kurz im Ofen aufbacken.