Sellerie-Nuss-Aufstrich

Irgendwie ist das heuer ein mürrisches Wochenende. Irgendwie ist aber auch das Wetter besch…eiden. Irgendwie scheint sich die kosmische Konstellation aufgrund der Sonnenfinsternis noch nicht wieder eingenordet zu haben. Nun gut, gibts halt auch mal. Muss man durch. Ich habe deshalb versucht, mit bunten Eiern und Hasen die Wohnung schon mal auf Ostern einzustimmen (der Einzelhandel tut das ja bereits seit kurz nach Weihnachten), habe endlich mal wieder meinen Papierkram sortiert und vorbildlichst abgeheftet, den schmerzenden Rücken mit Yoga besänftigt und einen neuen Brotaufstrich probiert und für gut befunden. Sellerie und Nüsse. Pfui, hört sich das gesund an! Das kann überhaupt nicht  lecker sein! Wetten doch?

Man nehme:
ca. 300 g Knollensellerie, geschält
100 g Wallnusskerne
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
50 g Parmesan
ca. 3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Geschälten Sellerie würfeln, in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. 1/2 TL Salz zugeben, das Ganze aufkochen und ca. 10 bis 15 Minuten leise köcheln lassen bis die Würfelchen schön weich sind. Das Wasser abgießen, den Topf auf die ausgeschaltete Herdplatte zurückstellen und den Sellerie kurz ausdampfen lassen. Jetzt muss der Sellerie abkühlen.

Wallnüsse in einer Pfanne unter Rühren goldbraun rösten bis sie duften. In ein Schüsselchen geben und ebenfalls abkühlen lassen.

Parmesan fein reiben, die Nüsse fein mahlen, den Sellerie fein pürieren. Nüsse, Käse, Olivenöl und Zitronensaft nun langsam unter den Sellerie rühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Advertisements

Rote-Bete-Curry mit Kichererbsen

Auch wenn der Frühling nun Einzug zu halten scheint und wir uns gestern schon über prächtigen Sonnenschein und wohlige Temperaturen freuen konnten, habe ich zum Abendessen ein Wintergemüse ausgegraben. Die Rote Bete. Die meisten kennen diese wohl nur als eingelegte Mini-Kügelchen im Glas. Wenn man mich fragt, reine Verschwendung! Aus ihr lassen sich köstliche Suppen, Ofengemüse, Smoothies oder sogar Kuchen zaubern. Dazu hat sie noch ne Knallerfarbe und lässt jedes Barbieherz höher schlagen! Aus ihr ein Curry zu zaubern, fand ich ziemlich spannend. Und es schmeckte sensationell lecker! Dieses und weitere Rezepte mit dem Lieblingsgemüse findet ihr hier.

Man nehme:
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 Knoblauchzehe
Raps- oder Olivenöl
vorgegarte Rote Beete (entweder vakuumverpackt oder frisch und als ganze Knolle ca. 30 – 40 Minuten gekocht, danach abkühlen lassen und schälen… ich hatte 2 große und eine kleinere Knolle)
1 Dose Kichererbsen
1 EL rote Curry-Paste (z. B. von Alnatura)
2 EL Erdnussbutter
1 Dose Kokosmilch
Zitrone
Zimt

Zwiebel würfeln, Knoblauch und Ingwer klein hacken. Alles in 2 bis 3 EL Öl andünsten.

Rote Bete würfeln und zusammen mit den Kichererbsen zu Zwiebeln und Co. geben. Kurzmit dünsten. Nun Curry-Paste, Erdnussbutter und Kokosmilch zugeben. Mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Zimt würzen. Alles ca. 15 min leise köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Mit Salz abschmecken. Mit Reis servieren und evtl. mit gehackten Kräutern bestreuen (ich hatte noch Petersilie und Dill im Kühlschrank). Voll einfach und voll gut :)

Wirsing-Eintopf mit Steinpilz-Grießklößchen

Als ich gestern auf dem Markt nach den wunderschönsten Ranunkeln anstand, lachte mich doch am Nachbarstand ein Wirsing an. Man könnte fast sagen, er flirtete mit mir! Kommt das irgendwann im Alter, dass man in erster Linie von Gemüse angeflirtet wird? Schieben wir diese Frage an einem Sonntag erst einmal wieder beiseite ;) Nun ja, ich packte ihn ein, zusammen mit anderem Wintergemüse. Und was machen wir nun aus diesem hübschen Ding? Da es immer noch kalt vor der Tür ist, wäre ein Eintopf eine hervorragende Idee. Mit Grießklößchen. Oh ja!

Man nehme:
Für den Eintopf…
3 EL Öl
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
1,5 Liter Gemüsebrühe
1/2 Wirsingkopf
1 große Möhre
1/2 Knolle Sellerie
1 große Petersilienwurzel
1/2 Bund Petersilie

Für die Grießklöschen…
250 ml Milch
20 g Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
100 g Hartweizengrieß
15 g getrocknete Steinpilze
1 Ei

Für die Gemüsebrühe die Zwiebel ungeschält halbieren und in 1 EL Öl anrösten. Lorbeerblatt und Brühe zugeben und 20 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Für die Grießklöschen die Steinpilze im Universalzerkleinerer zu Mehl mahlen. Meiner hat irgendwann komische Geräusche gemacht und wollte nicht alle Pilze zu Mehl verarbeiten. Bevor er kaputt geht, hab ich mich geschlagen gegeben, das Ganze durchgesiebt und die groben Stücke hebe ich auf und verarbeite sie später nochmal. Nun Milch mit Butter, etwas Pfeffer, Salz und Muskat aufkochen. Den Grieß hinzugeben, die Herdplatte ausschalten und alles gut verrühren bis sich die Masse vom Topf löst und einen Klumpen ergibt. Nun das Steinpilzmehl und ein Ei gut unterrühren. Mit 2 Teelöffeln, die in kaltes Wasser getaucht werden, Nocken formen und auf einen Teller geben. Die Nocken im kochenden Salzwasser ca. 5 min gar ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.

Für den Eintopf den Wirsing in Streifen schneiden, waschen und abtropfen lassen. Möhre, Sellerie und Petersilienwurzel schälen und in Würfel schneiden. Die Gemüsewürfel in 2 EL Öl kurz anbraten, erst den Wirsing dann die Brühe durch ein Sieb zum Gemüse geben. Das Ganze muss jetzt für ca. 10 min bei mittlerer Hitze kochen. Klein gehackte Petersilie unterrühren und noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die Grießklößchen zugeben und für ca. 2 Minuten im Eintopf erwärmen.

 

Auberginencreme

Ich habe ein großes Herz und einen großen Magen für Auberginen. Und am allerallerliebsten richtig schön weich geschmort!  Da kam mir das folgende Rezept von Vegan Guerilla gerade recht. Die Auberginencreme ist nicht nur unfassbar lecker, sondern auch unfassbar einfach. Und da ich dieses Wochenende sowieso in vegetarischer bzw. veganer Aufstrich-Test-Laune bin, wurde der Ofen sofort angeheizt! Zugegeben, es gibt optisch sicher attraktivere Brotbeläge, aber hier kommt’s wie im wahren Leben auf die inneren Werte an.

Man nehme:
2 Auberginen
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
optional: Chilli, Kräuter, 1 Frühlingszwiebel oder Tahin

Von den Auberginen den Stiel entfernen und im auf 200 °C vorgeheizten Backofen ca. 30 bis 40 Minuten weich garen. Zur Garprobe einfach mit einer Gabel oder einem Messer in die Auberginen pieken. Wenn diese weich sind, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Nun die Schale entfernen, das Fruchtfleisch würfeln und in einen hohen Rührbecher geben. Mit dem Pürierstab cremig mixen. Eine Knoblauchzehe dazu pressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe noch gehackte Petersilie dazu gegeben. Ein Schuss Zitronensaft macht sich sicher auch sehr gut und gibt dem Ganzen etwas Frische. Das würde ich beim nächsten Mal probieren.

Möhrenpesto mit Tomate und Thymian

Bevor ich auf Nudelsauce oder Pesto aus dem Glas zurückgreife muss schon einiges passieren. Abgehackte Hände oder so ;) Aber jetzt mal Parmesan bei de Spaghetti: Warum sollte man Konservierungsmittel o. ä. in Kauf nehmen, wenn man aus wenigen, einfachen Zutaten wirklich leckerste Saucen und Pasten zaubern kann? Erstaunlich ist dabei immer wieder, welch außergewöhnliche Kombinationen einem immer mal über den Weg laufen, die Fusilli und Penne zum Geschmackserlebnis werden lassen. Das Pesto aus Möhren, getrockneten Tomaten und Co. stammt vom Blog „Fee ist mein Name“.

Man nehme:
300 g geschälte Möhren
60 g getrocknete Tomaten in Öl, gut abgetropft
1 Knoblauchzehe
1 TL Honig
55 ml Olivenöl + 30 ml Öl von den Tomaten
40 g Parmesan, gerieben
50 g Mandeln, gemahlen
Salz, Pfeffer, Chilli
Thymian frisch oder getrocknet

Die Möhren klein würfeln und in Wasser 5 min vorkochen. Danach das Wasser abgießen und gut abtropfen lassen. Die Tomaten ebenfalls etwas kleinschneiden. Knoblauchzehe pressen. Nun alle Zutaten mit dem Pürierstab zu einem schönem Pesto vermixen.

Die Menge ergibt ein großes Glas und ist ausreichen für 5 – 6 Portionen. Wenn man das Pesto nicht sofort verwendet, sollte man es kurz in der Mikrowelle erwärmen bevor man es unter die Nudeln mischt.