Karottenbrötchen

Nachdem die eher durchwachsene Woche am Freitag mit einem Kaffeeplausch mit einer lieben Freundin und dem längst fälligen Friseurtermin doch versöhnlich endete, steht dieses Wochenende voll und ganz im Zeichen der Ostervorbereitungen. Wie auch an Weihnachten bekommt die geschätzte Familie kleine, selbstgemachte Basteleien und Gaumenfreuden. Und da wir in diesem Jahr auf den Familienbrunch mit Meister Lampe verzichten und höchstwahrscheinlich den Grill anwerfen, habe ich die österlichen Karottenbrötchen nach ZuckerimSalz ganz einfach schon an diesem Wochenende gebacken. Und sie waren viel mehr als das Gelbe vom Ei!

(ergibt ca. 10 – 12 Brötchen)
Man nehme:
180 ml lauwarmes Wasser
2 TL Rübensirup
1 Pck. Trockenhefe
140 g fein geraspelte Karotten
500 g + 1 EL Dinkelmehl Typ 1050
100 g zarte Haferflocken
1 Ei
150 g Naturjoghurt
80 g weiche Butter
1 TL Salz
Kürbiskerne

Rübensirup und Trockenhefe mit dem Wasser verrühren und 5 Minuten ruhen lassen. Die restlichen Zutaten (außer 1 EL Mehl) in eine Schüssel geben, das Hefewasser zufügen und mit den Knethaken des Handrührgerätes gut verkneten, bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst. Nun noch 1 EL Mehl zugeben und mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Im Anschluss 12 kleine Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit etwas Wasser bepinseln und Kürbiskerne auf den Teiglingen verteilen. Die Brötchen erneut abdecken und etwas ruhen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Eine ofenfeste Schüssel mit etwas Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Nach 10 min die Brötchen in den Ofen schieben und ca. 15 bis 20 Minuten backen bis sie schön goldbraun sind.

 

Vegane Mayonnaise/Aioli

Mayonnaise schmeckt selbstgemacht einfach besser. Die Originalvariante ist aber etwas tricky, weil man das Öl in einem dünnen Strahl ganz langsam unter das Eigelb rühren muss. Da kann auch mal was schief gehen und die Eier sollten vorallem ganz frisch sein. Wenn ich nicht genau weiß, dass das Ei gestern erst aus dem Huhn gekommen ist, bin ich mir allerdings unsicher bei der Verwendung von rohem Ei.

Aber hier kommt die Lösung: Mayo ohne Ei, ganz vegan und wirklich blitzschnell gemacht. Schief gehen kann auch nichts. Perfekt, das Mayoregal kann ich also künftig links liegen lassen! Dank dem Blog von Gourmandises végétariennes.

Man nehme: 
150ml Rapsöl
50ml Sojamilch
2 EL Zitronensaft
1 TL Dijon-Senf
(evtl. 1 Msp. Kurkuma) 
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer

Das Öl, Sojamilch, Zitronensaft und Senf in ein hohes Rührgefäß geben. Mit dem Pürierstab ein paar mal von oben nach unten durchmixen bis eine dicke, cremige Mayo entsteht. Alles noch mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Mein Tipp:
Für die Aioli etwas Kurkuma oder Safran und eine gepresste Knoblauchzehe unterrühren.

Vegetarische Tapenade

Als der liebe Gott die Oliven machte, gab er uns wahre Schätzchen mit auf den Weg. Ob zu Öl gepresst, eingelegt, gefüllt, zu Pesto oder Aufstrichen verarbeitet, die kleinen Früchtchen sind so vielseitig einsetzbar und in jeder Variante köstlich! Schwarze Oliven sind übrigens voll ausgereift. Beim Kauf sollte man deshalb darauf achten, dass man keine geschwärzten auswählt. Das sind grüne Oliven die mit Eisengluconat gefärbt werden. Und ich denke, das hatte der liebe Gott wahrlich nicht im Sinn ;)

Die original südfranzösische Tapenade wird aus schwarzen Oliven, Anchovis und Kapern hergestellt. Bei dieser vegetarischen Variante ersetzen wir die Anchovis durch getrocknete Feigen und erhalten eine ganz wundervoll herzhaft-fruchtige Variante des Originals.

Man nehme: 
100 g getrocknete Feigen
1 Knoblauchzehe
200 g schwarze Oliven, entsteint
3 EL Kapern
2 bis 3 EL Olivenöl
Pfeffer
2 – 3 Stiele frischer Thymian

Die Feigen klein schneiden und in 150 ml Wasser ca. 10 min bei mittlerer Hitze weich garen. Das Wasser sollte dann so ziemlich ganz verkocht sein.

Knoblauch schälen und klein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen. Nun Feigen, Oliven, Knoblauch, Kapern und Olivenöl mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse vermixen. Zum Schluss mit Pfeffer und Thymian abschmecken.

 

Ciabatta

Man unterstellt den Kohlenhydraten ja immer, sie seien ganz fürchterlich böse. Aber mal ehrlich: Es geht doch nichts, aber rein gar nichts über frisch gebackenes, ofenwarmes Brot, dessen Duft beim Anschneiden so herrlich in die Nase strömt. Und wenn man dann beim Essen erst auf die krosse Kruste und dann das fluffige Innere stößt, denkt doch kein Mensch mehr daran, dass man Kohlenhydrate von seinem Ernährungsplan streichen sollte. Deshalb: Alles in Maßen, aber dann richtig gut und warm und knusprig.

Dieses Ciabatta wird im Originalrezept von lecker.de mit getrockneten Tomaten und Thymian zubereitet, funktioniert aber auch ohne wunderbar.

Man nehme: 
150 g getrocknete Tomaten in Öl
8 – 10 Stiele frischer Thymian
1/2 Würfel frische Hefe
600 g + 100 g Mehl (z. B. Dinkelmehl Typ 630)
Salz

Die Tomaten auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und in Würfel schneiden. Den Thymian waschen, trocken tupfen und die Blättchen abzupfen.

Hefe in 500 ml eiskaltem Wasser auflösen. 600 g Mehl mit den Thymianblättchen und knapp 1 1/2 EL Salz mischen. Das Hefewasser dazugeben und mit einem Kochlöffel schnell zu einem weichen Teig verrühren. Nochmals ca. 100 g Mehl und die Tomaten unter den Teig rühren. Diesen in einer mindestens doppelt so großen Schüssel luftdicht verschließen. Bei Zimmertemperatur ca. 4 Stunden oder über Nacht (mindestens 12 Stunden) im Kühlschrank gehen lassen.

Den gegangenen weichen Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und halbieren. Jetzt nicht mehr verkneten, damit die Luft im Teig bleibt! Mit reichlich Mehl zwei ca. 30 cm lange, schmale Brote formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und die Brote nochmals ca. 10 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C ca. 40 Minuten backen.

Mein Tipp:
Bereitet man das Ciabatta ohne Tomaten und Thymian, die gesamte Mehlmenge auf einmal mit dem Hefewasser verrühren.

Kräuter-Scones mit Zitronenbutter

Ich liebe Food-Blogs und ich liebe diesen hier: GourmetGuerilla.de. Bei Mel fand ich auch das folgende Rezept und da ich die Worte „total idiotengelingsicher“ las, kamen alle Zutaten auf die aktuelle Einkaufsliste. Warmes Brot am Morgen ist einfach das beste, was einem an einem Sonntag passieren kann.

Man nehme:
Für die Zitronenbutter…
1 Bio-Zitrone
80 g zimmerwarme Butter
etwas Meersalz

Für die Scones…
50 g gemischte Kräuter, fein gehackt (z. B. Petersilie, Kerbel, Oregano, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Koriander)
460 g Dinkelmehl
1 TL Salz
1 TL Curry
2 TL Weinsteinbackpulver
125 g kalte Butter in Stückchen
1 Ei
250 ml Milch

Die Schale der Zitrone fein abreichen und unter die Butter rühren. Mit etwas Meersalz abschmecken.

Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Mehl bestäuben.

Mehl mit Salz, Curry, Backpulver und Kräutern mischen. Butter in Flöckchen darauf geben und schnell zu Krümeln verkneten. Milch und Ei verquirlen über den Teig geben und verrühren bis sich alles gerade so vermischt hat.

Den Teig auf das Backblech geben und mit bemehlten Händen zu einem runden, ca. 2 cm hohen Fladen flach drücken. Ein scharfes Messer in Wasser tauchen und den Teig einschneiden, so dass 10 – 12 Tortenstücke entstehen.

Im Backofen ca. 25 min goldbraun backen. Noch warm mit der Zitronenbutter servieren.