Hirse-Sauerkraut-Aufstrich

Im letzten Jahr haben meine Mutti und ich an der hiesigen Volkshochschule einen Kurs für vegane und vegetarische Brotaufstriche besucht. Die Teilnehmer waren selbstverständlich alle weiblich und größtenteils auch im reiferen Alter. Eine Veranstaltung, bei der ich mal den Altersdurchschnitt drücke. Total bombe! Und rückblickend auch sehr lustig und erfrischend. Jeder durfte sich nämlich aus der Fülle von Rezepten etwas aussuchen und einen Aufstrich oder auch zwei selbst zubereiten. Es wurde auch noch Knäckebrot gebacken und die Kursleiterin brachte selbstgemachtes Nussbrot mit. Am Ende wurde dann alles zusammen verkostet und die Rester eingepackt. Neulich fiel mir der Zettel mit den Rezepten wieder in die Hände und ich machte den Hirse-Sauerkraut-Aufstrich für einen Familienbrunch. Alle (auch die Fleischesser) fanden’s super. Ich bin wirklich froh, eine experimentierfreudige Familie zu haben!

Man nehme:
50 g Hirse
200 ml Gemüsebrühe
1 mittelgroße Zwiebel
150 g Möhren
3 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
100 g frisches Sauerkraut
1 EL gemischte, gehackte Kräuter (z. B. Dill, Basilikum, Petersilie)
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika (oder Paprika edelsüß und etwas Cayenne-Pfeffer)

Die Hirse heiß abwaschen, um die Bitterstoffe zu entfernen. Etwas abtropfen lassen und zusammen mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben. Nun das Ganze aufkochen lassen und leise köchelnd lt. Packungsanweisung garen (ca. 20 min). Das Wasser sollte danach verkocht sein.

Die Zwiebeln fein würfeln, Möhren fein reiben und beides in Öl glasig dünsten. Das Sauerkraut fein hacken.

Hirse, Gemüse, und Kräuter vermischen. Die Hälfte der Masse nun pürieren und unter die andere Hälfte mengen. Mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika abschmecken.

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Vegane Sonnenblumencreme

Auch wenn es manchmal so aussieht, ich bin weder Vegetarier noch Veganer. Dennoch landet Fleisch eher selten auf meinem Teller. Ich finde, es gibt immer noch zu wenig Menschen, die die Massentierhaltung kritisch hinterfragen bevor sie sich ihre Discounter-Hühnerbrust, die auch noch so nett und praktisch in Plastik verpackt ist, in die Pfanne hauen. All diesen Menschen würde ich gern mal die Sojamilchmädchenrechnung auf den Mittagstisch legen. Auch wenn man nicht im Besitz eines Abiturzeugnisses ist, muss einem einleuchten, dass zum Discounterpreis weder ein Tier artgerecht aufwachsen und gefüttert, noch der Mitarbeiter im Zerlegebetrieb anständig entlohnt werden kann. Also liebe Konsumenten, bitte mal aufwachen: Weniger ist auch an der Fleischtheke mehr. Ich hätte dann auch gleich mal eine leckere Alternative zur Wurst für 99 Cent…

Man nehme:
125 g Sonnenblumenkerne
250 ml Wasser
3 EL Sojamilch
1 TL Zitronensaft
Meersalz
1 EL Kapern
1/2 Bund frischer Schnittlauch

Die Sonnenblumenkerne über Nacht im Wasser einweichen. Am nächsten Tag das überschüssige Wasser abgießen. Die Kerne nun mit Sojamilch, Zitronensaft, Salz und den abgetropften Kapern fein pürieren, so dass eine streichfähige Masse entsteht. Zum Schluss den Schnittlauch in Röllchen schneiden und unterrühren.

Vegetarische Tapenade

Als der liebe Gott die Oliven machte, gab er uns wahre Schätzchen mit auf den Weg. Ob zu Öl gepresst, eingelegt, gefüllt, zu Pesto oder Aufstrichen verarbeitet, die kleinen Früchtchen sind so vielseitig einsetzbar und in jeder Variante köstlich! Schwarze Oliven sind übrigens voll ausgereift. Beim Kauf sollte man deshalb darauf achten, dass man keine geschwärzten auswählt. Das sind grüne Oliven die mit Eisengluconat gefärbt werden. Und ich denke, das hatte der liebe Gott wahrlich nicht im Sinn ;)

Die original südfranzösische Tapenade wird aus schwarzen Oliven, Anchovis und Kapern hergestellt. Bei dieser vegetarischen Variante ersetzen wir die Anchovis durch getrocknete Feigen und erhalten eine ganz wundervoll herzhaft-fruchtige Variante des Originals.

Man nehme: 
100 g getrocknete Feigen
1 Knoblauchzehe
200 g schwarze Oliven, entsteint
3 EL Kapern
2 bis 3 EL Olivenöl
Pfeffer
2 – 3 Stiele frischer Thymian

Die Feigen klein schneiden und in 150 ml Wasser ca. 10 min bei mittlerer Hitze weich garen. Das Wasser sollte dann so ziemlich ganz verkocht sein.

Knoblauch schälen und klein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen. Nun Feigen, Oliven, Knoblauch, Kapern und Olivenöl mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse vermixen. Zum Schluss mit Pfeffer und Thymian abschmecken.

 

Kräuter-Scones mit Zitronenbutter

Ich liebe Food-Blogs und ich liebe diesen hier: GourmetGuerilla.de. Bei Mel fand ich auch das folgende Rezept und da ich die Worte „total idiotengelingsicher“ las, kamen alle Zutaten auf die aktuelle Einkaufsliste. Warmes Brot am Morgen ist einfach das beste, was einem an einem Sonntag passieren kann.

Man nehme:
Für die Zitronenbutter…
1 Bio-Zitrone
80 g zimmerwarme Butter
etwas Meersalz

Für die Scones…
50 g gemischte Kräuter, fein gehackt (z. B. Petersilie, Kerbel, Oregano, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Koriander)
460 g Dinkelmehl
1 TL Salz
1 TL Curry
2 TL Weinsteinbackpulver
125 g kalte Butter in Stückchen
1 Ei
250 ml Milch

Die Schale der Zitrone fein abreichen und unter die Butter rühren. Mit etwas Meersalz abschmecken.

Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Mehl bestäuben.

Mehl mit Salz, Curry, Backpulver und Kräutern mischen. Butter in Flöckchen darauf geben und schnell zu Krümeln verkneten. Milch und Ei verquirlen über den Teig geben und verrühren bis sich alles gerade so vermischt hat.

Den Teig auf das Backblech geben und mit bemehlten Händen zu einem runden, ca. 2 cm hohen Fladen flach drücken. Ein scharfes Messer in Wasser tauchen und den Teig einschneiden, so dass 10 – 12 Tortenstücke entstehen.

Im Backofen ca. 25 min goldbraun backen. Noch warm mit der Zitronenbutter servieren.

Kleine Zitronen-Thymian-Tartes

Es ist Samstag, es ist der 10. Januar und vor der Tür herrscht T-Shirt-Wetter. Was könnte besser zu den fast sommerlichen Temperaturen passen als ein paar kleine Zitronen-Thymian-Tartes? Ok, ich hatte einfach viel zu viele Bio-Zitronen gekauft und dann gestöbert, was man daraus unverschämt leckeres zaubern könnte. 13 Grad hin oder her. Fündig geworden bin ich übrigens auf www.lecker.de. Statt einer großen (ca. 26 cm) habe ich 6 kleine Tartes (ca. 10 cm) gebacken.

Man nehme:
Mürbeteig
100 g kalte + etwas Butter
50 g Zucker
Salz
1 Ei (Gr. M)
150 g + etwas Mehl

Zitronencreme
2–3 Stiele frischer Thymian
3 Bio-Zitronen
4 Eier (Gr. M)
4 EL Agavendicksaft (Reformhaus)
150 g cremiger Ricotta (ich habe lactosefreien Frischkäse genommen)
1 EL Speisestärke

Für den Mürbeteig alle Zutaten mit den Knethaken des Rührgeräts schnell zu einem glatten Teig verkneten. Am Ende am besten mit den Händen kneten, falls noch keine Teigkugel entsteht. Diese dann in Frischhaltefolie wickeln und mind. 1 Stunde kalt stellen.

Für die Füllung den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stielen zupfen. 1 Zitrone heiß abwaschen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben. Dann alle Zitronen auspressen. Die Eier mit den Schneebesen des Rührgeräts etwas schaumig verquirlen. Mit Agavendicksaft, Ricotta, Stärke, Zitronenschale, -saft und Thymian verrühren.

Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine große Tarteform (mit Hebeboden; 26 cm Ø) oder 6 kleine Förmchen mit Butter einfetten. Meine kleinen Förmchen haben keinen Hebeboden, aber gut gebuttert lassen sich die Tartes später gut aus den Förmchen lösen. Mürbeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rund (ca. 30 cm Ø) ausrollen und die Tarteform so damit auslegen, dass auch der Rand bedeckt ist. Für die kleinen Förmchen habe ich den Teig in 6 gleich große Teile geteilt und einzeln rund ausgerollt.

Nun die Zitronencreme einfüllen. Im heißen Backofen im unteren Drittel ca. 30 Minuten (kleine Förmchen ca. 20 bis 25 Minuten) backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.