Rote-Bete-Curry mit Kichererbsen

Auch wenn der Frühling nun Einzug zu halten scheint und wir uns gestern schon über prächtigen Sonnenschein und wohlige Temperaturen freuen konnten, habe ich zum Abendessen ein Wintergemüse ausgegraben. Die Rote Bete. Die meisten kennen diese wohl nur als eingelegte Mini-Kügelchen im Glas. Wenn man mich fragt, reine Verschwendung! Aus ihr lassen sich köstliche Suppen, Ofengemüse, Smoothies oder sogar Kuchen zaubern. Dazu hat sie noch ne Knallerfarbe und lässt jedes Barbieherz höher schlagen! Aus ihr ein Curry zu zaubern, fand ich ziemlich spannend. Und es schmeckte sensationell lecker! Dieses und weitere Rezepte mit dem Lieblingsgemüse findet ihr hier.

Man nehme:
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 Knoblauchzehe
Raps- oder Olivenöl
vorgegarte Rote Beete (entweder vakuumverpackt oder frisch und als ganze Knolle ca. 30 – 40 Minuten gekocht, danach abkühlen lassen und schälen… ich hatte 2 große und eine kleinere Knolle)
1 Dose Kichererbsen
1 EL rote Curry-Paste (z. B. von Alnatura)
2 EL Erdnussbutter
1 Dose Kokosmilch
Zitrone
Zimt

Zwiebel würfeln, Knoblauch und Ingwer klein hacken. Alles in 2 bis 3 EL Öl andünsten.

Rote Bete würfeln und zusammen mit den Kichererbsen zu Zwiebeln und Co. geben. Kurzmit dünsten. Nun Curry-Paste, Erdnussbutter und Kokosmilch zugeben. Mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Zimt würzen. Alles ca. 15 min leise köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Mit Salz abschmecken. Mit Reis servieren und evtl. mit gehackten Kräutern bestreuen (ich hatte noch Petersilie und Dill im Kühlschrank). Voll einfach und voll gut :)

Wirsing-Eintopf mit Steinpilz-Grießklößchen

Als ich gestern auf dem Markt nach den wunderschönsten Ranunkeln anstand, lachte mich doch am Nachbarstand ein Wirsing an. Man könnte fast sagen, er flirtete mit mir! Kommt das irgendwann im Alter, dass man in erster Linie von Gemüse angeflirtet wird? Schieben wir diese Frage an einem Sonntag erst einmal wieder beiseite ;) Nun ja, ich packte ihn ein, zusammen mit anderem Wintergemüse. Und was machen wir nun aus diesem hübschen Ding? Da es immer noch kalt vor der Tür ist, wäre ein Eintopf eine hervorragende Idee. Mit Grießklößchen. Oh ja!

Man nehme:
Für den Eintopf…
3 EL Öl
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
1,5 Liter Gemüsebrühe
1/2 Wirsingkopf
1 große Möhre
1/2 Knolle Sellerie
1 große Petersilienwurzel
1/2 Bund Petersilie

Für die Grießklöschen…
250 ml Milch
20 g Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
100 g Hartweizengrieß
15 g getrocknete Steinpilze
1 Ei

Für die Gemüsebrühe die Zwiebel ungeschält halbieren und in 1 EL Öl anrösten. Lorbeerblatt und Brühe zugeben und 20 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Für die Grießklöschen die Steinpilze im Universalzerkleinerer zu Mehl mahlen. Meiner hat irgendwann komische Geräusche gemacht und wollte nicht alle Pilze zu Mehl verarbeiten. Bevor er kaputt geht, hab ich mich geschlagen gegeben, das Ganze durchgesiebt und die groben Stücke hebe ich auf und verarbeite sie später nochmal. Nun Milch mit Butter, etwas Pfeffer, Salz und Muskat aufkochen. Den Grieß hinzugeben, die Herdplatte ausschalten und alles gut verrühren bis sich die Masse vom Topf löst und einen Klumpen ergibt. Nun das Steinpilzmehl und ein Ei gut unterrühren. Mit 2 Teelöffeln, die in kaltes Wasser getaucht werden, Nocken formen und auf einen Teller geben. Die Nocken im kochenden Salzwasser ca. 5 min gar ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen.

Für den Eintopf den Wirsing in Streifen schneiden, waschen und abtropfen lassen. Möhre, Sellerie und Petersilienwurzel schälen und in Würfel schneiden. Die Gemüsewürfel in 2 EL Öl kurz anbraten, erst den Wirsing dann die Brühe durch ein Sieb zum Gemüse geben. Das Ganze muss jetzt für ca. 10 min bei mittlerer Hitze kochen. Klein gehackte Petersilie unterrühren und noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die Grießklößchen zugeben und für ca. 2 Minuten im Eintopf erwärmen.

 

Gemüse vom Blech

Hach Winter. Ich vermisse auf meinen samstäglichen Marktbesuchen die kunterbunt angehäuften Obst- und Gemüseberge, denn auf Flugtomaten oder -gurken aus Afrika habe ich wirklich keinen Bock! Aber dem Himmel sei Dank gibt es euch: Wintergemüse. Und damit ihr nicht frieren müsst, geht’s ab in den Backofen! Das Rezept gab’s von meiner Schwester.

Man nehme:
2 EL Essig
500 g Schwarzwurzeln
800 g Pastinaken
800 g Möhren
1 TL gem. Koriander
1/2 TL gem. Kardamom
1 TL süßes Paprikapulver
1 TL getr. Majoran
Salz und Pfeffer
5 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 EL Kürbiskerne

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Essig in eine Schüssel mit Wasser geben. Nun die Schwarzwurzeln schälen und in 3 bis 4 cm schräge Stücke schneiden und sofort in das Essigwasser legen. Das Ganze am besten mit Handschuhen, wenn man fleckige Hände vermeiden möchte.

Pastinaken schälen und in 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Möhren ebenfalls schälen und ebenfalls in 1,5 cm schräge Scheiben schneiden.

Alle Gewürze und Majoran mit 1 TL Salz, Pfeffer und Öl verrühren. Knoblauch schälen und dazupressen. Alles gut verrühren.

Die Schwarzwurzeln in ein Sieb abgießen, abbrausen und abtropfen lassen. Das Gemüse in eine Fettpfanne legen und sorgfältig mit dem Würzöl mischen. Im heißen Backofen 15 bis 20 min backen.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Zwiebeln, Kürbiskerne und 100 ml Wasser unter das Gemüse mischen und weitere 15 min fertig garen.

Mein Tipp:
Das Rezept empfiehlt dazu Baguette und Sour Cream. Ich habe dazu ein Kartoffel-Meerrettich-Püree gemacht. Rezept findet ihr ebenfalls unter Gemüse und Beilagen.